Stellenbeschreibung
Für einen Kunden aus dem öffentlichen Sektor suchen wir derzeit einen Software/Anwendungs-Architekt (Java & Angular) (m/w/d) mit Innovator Kenntnissen.
WICHTIG: Für diese Position ist die Bereitschaft für eine SÜ2 (Sabotageschutz) notwendig. Zudem fordert der Kunde eine kostenfreie Einarbeitung von ca. 10% der Auftragssumme (ca. 67 Stunden).
Für diese Position können wir einen max. netto Stundensatz von 92,00 € für remote anbieten.
Laufzeit: 01.11.2026 - 31.03.2027
Auslastung: 80% - 100% (665 Stunden)
Standort: 100% Remote
Budget: max. 92,00 EUR netto remote
Tasks:
- Die Konzeptionsarbeit in einer unternehmenskritischen SW (hier 2 KRITIS-Verfahren)
- konzeptionelle Fortentwicklung der IT-Anwendungsarchitektur
- technische Leitung von Projektgruppen
Skills (must have):
- Mehrjährige Erfahrung als Anwendungsarchitekt
- Innovator-Erfahrung
Skills (nice to have):
- Erfahrung in Projekten im Bereich Stammdatenerfassung, Stammdatenpflege, Datenkonsistenz oder Doublettenvermeidung
- Designrichtlinien und Vorgaben zur Barrierefreiheit und IT-Sicherheit
Technische Umgebung:
Kerntechnologien:
- Innovator
- Java
- Angular
- Stencil
- Spring
- Python
- Cucumber
- Playwright
- JIRA
- Confluence
- Jenkins
- Bitbucket
- Tabnine
- Cassandra
- Kafka
- Kubernetes
Weiterer Techstack:
- Maven
- REST
- OpenAPI
- GitHub
- GitHub Actions
- Liquibase
- Oracle DB
- Istio
- XÖV
- Elastic Stack
- Grafana
- Prometheus
- OAuth 2.0
- JWT
- JUnit
- JEST
- Selenium
- SonarQube
- Nexus IQ
- Angular Material
Hintergrund:
Für die Bundesbehörde als Pilotbehörde der Registermodernisierung ist die Robustheit der Register zentrale Voraussetzung für effiziente und digitale Prozesse und den behördenübergreifenden Datenaustausch. Eines der zentralen Register bei der Behörde ist das zentrale Stammdatenerfassungs- und Pflegesystem.
Insbesondere im Bereich der Datenkonsistenz und Dublettenvermeidung im Personenkontext wurden Optimierungspotenziale im Stammdatensystem identifiziert. Rund 9 % aller vorhandenen Datensätze im Stammdatensystem sind derzeit als Dubletten identifiziert (auch langen Aufbewahrungszeiten geschuldet). Die Zahl der nicht identifizierten Dublettenverdachtsfälle ist nicht quantifizierbar.
Besonders über den Onlinekanal entstehen monatlich zahlreiche neue Dubletten – mit etwa 30.000 Fällen pro Monat. Dies beeinträchtigt die Robustheit und Verlässlichkeit der Datenhaltung. Die Folgen sind vielfältig: Dubletten behindern die Automatisierung von Prozessen, erhöhen den manuellen Pflegeaufwand, führen zu Datenschiefständen und bergen die Gefahr von fehlerhaften Auszahlungen (z. B. auf veraltete Bankdaten). Aktuell entstehen durch die Bereinigung der Dubletten Aufwände – überwiegend im Kundenportal – in Höhe von mindestens 4.000 Stunden pro Monat.
Mit der geplanten Anbindung an ein übergeordnetes Identitätsdatenverfahren bietet sich nun die Gelegenheit, durch gezielte Maßnahmen zur Datenqualitätsverbesserung sowie durch technische Anpassungen die Dublettenvermeidung systematisch zu optimieren. Durch die Nutzung des erweiterten Identitätsdatenkranzes wird künftig eine deutlich höhere Qualität und Aktualität der Daten im Stammdatensystem erreicht. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, insbesondere über den Hauptzugangskanal Online, die Datenqualität nachhaltig zu sichern, Dubletten bereits bei der Datenerfassung wirksam zu vermeiden sowie Dubletten zu bereinigen.